Wann wird eine Wirbelsäulen-MRT durchgeführt?
Je nach Beschwerden wird gezielt die Halswirbelsäule (HWS), Brustwirbelsäule (BWS) oder Lendenwirbelsäule (LWS) untersucht. Die passende Region ergibt sich aus Ihren Symptomen und der ärztlichen Fragestellung.
- Rücken- oder Nackenschmerzen mit anhaltendem Verlauf
- Ausstrahlung in Arme oder Beine, Taubheit oder Kribbeln
- Verdacht auf Bandscheibenvorfall oder Einengung des Spinalkanals
- Entzündungen, Verletzungen oder Veränderungen an Wirbeln und Rückenmark
- Kontrollen nach Operationen oder bekannten Erkrankungen
HWS, BWS und LWS
Halswirbelsäule (HWS)
Bei Nackenschmerzen, Beschwerden im Schulter-Arm-Bereich oder neurologischen Symptomen kann die HWS untersucht werden. Der Kopf liegt dabei in einer speziellen Kopf-Hals-Spule.
Brustwirbelsäule (BWS)
Die BWS-MRT beurteilt Wirbelkörper, Bandscheiben und Rückenmark im mittleren Rücken, etwa bei lokalen Schmerzen oder neurologischen Fragestellungen.
Lendenwirbelsäule (LWS)
Bei tiefen Rückenschmerzen oder Beschwerden, die in Gesäß und Beine ausstrahlen, steht häufig die LWS im Mittelpunkt.
So läuft die Untersuchung ab
Sie liegen bequem auf dem Rücken. Die zu untersuchende Region wird mittig im MRT positioniert. Während der Aufnahmen sollten Sie ruhig liegen; die typischen Klopfgeräusche werden durch einen Gehörschutz gedämpft.
Über Kamera, Gegensprechanlage und Alarmklingel stehen Sie während der gesamten Untersuchung mit unserem Team in Kontakt.
Gut zu wissen
Die Aufnahme einer Wirbelsäulenregion dauert meist etwa 8 Minuten. Wenn mehrere Abschnitte oder zusätzliche Sequenzen erforderlich sind, verlängert sich die Untersuchungszeit.
Wird Kontrastmittel benötigt?
Bei vielen Fragestellungen, etwa einem typischen Bandscheibenvorfall, ist kein Kontrastmittel erforderlich. Nach Operationen sowie bei Entzündungs- oder Tumorfragestellungen kann es zusätzliche Informationen liefern. Die Entscheidung erfolgt individuell.
Vorbereitung und Unterlagen
Meist ist keine besondere Vorbereitung nötig. Bringen Sie Versichertenkarte, Überweisung sowie vorhandene Voraufnahmen, Befunde und gegebenenfalls Operationsberichte mit. Implantate, eine mögliche Schwangerschaft oder Platzangst sollten vorab mitgeteilt werden.
Häufige Fragen
Wird die gesamte Wirbelsäule auf einmal untersucht?+
Normalerweise wird gezielt die auf der Überweisung genannte Region untersucht. Mehrere Abschnitte benötigen entsprechend mehr Aufnahmezeit.
Wie lange dauert die Untersuchung?+
Eine Region dauert meist etwa 8 Minuten. Zusätzliche Regionen oder Sequenzen verlängern die Untersuchung.
Kann ich danach Auto fahren?+
Im Regelfall ja. Nach einem Beruhigungsmittel dürfen Sie nicht selbst fahren.
Termin für eine Wirbelsäulen-MRT
HWS, BWS und LWS können als reguläre Untersuchungen online gebucht werden.